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(Erfahrungsbericht) Über Books on Demand (BoD) – Teil 1: Wer oder was ist BoD, und wer veröffentlicht dort Bücher?

14. Februar 2019


Liebe Leserinnen, liebe Leser,

von August 2014 bis Februar 2018 stand ein von mir verfasster Erfahrungsbericht über BoD bei der Verbraucherplattform Ciao.de. Ciao.de ist seit Februar 2018 keine Verbraucherplattform mehr – die Berichte der User wurden gelöscht.

Deswegen veröffentliche ich einige Berichte jetzt hier auf meinem „Dies-und-das-Erfahrungsblog“.

Ich besitze 18 Jahre Erfahrung mit BoD (Books on Demand). Deswegen ist ein Erfahrungsbericht darüber einfach Pflicht.  

Dies ist ein Bericht über die Firma BoD, die bei der Herstellung und dem Vertrieb von Büchern das BoD-Prinzip praktiziert. Wie kann das sein?, wird sich der Leser jetzt fragen. Ich will beides erklären – die Firma BoD und das BoD-Prinzip, wie man dadurch ein Buch veröffentlichen kann und einiges mehr.

A) Die Firma „Books on Demand“ (abgekürzt: BoD)

Die Firma Books on Demand in Norderstedt bei Hamburg entstand aus einer Idee, die dem Zwischenbuchhändler LIBRI Ende der 1990er-Jahre kam (Anmerkung: Ein Zwischenbuchhändler ist ein Unternehmen, bei dem ein Buchhändler die Bücher, die er in seinem Geschäft verkauft, bestellt).  Die damalige Technik war so weit fortgeschritten, dass man Autoren eine Möglichkeit bieten konnte und wollte, ihre Bücher selbst zu veröffentlichen.

Die Situation war damals folgende: Gerade unbekannte Autoren hatten es schwer, für ihre Werke einen seriösen Verlag zu finden. Viele Verlage wurden mit unverlangt eingesandten Manuskripten überschwemmt, konnten diese meistens nicht lesen und schickten sie dann an die jeweiligen Autoren mit einer Standardabsage „Buch passt nicht in unser Verlagsprogramm“ zurück.

Was machte ein Autor in solch einer Situation? Einige brachten ihr Buch dann selbst heraus bei einem so genannten „Zuschussverlag“, der pro veröffentlichtem Buchtitel im Durchschnitt 5.000 Euro haben wollte. Das Geld war oft nicht gut angelegt, denn diese Zuschussverlage machten kaum Werbung für diese Bücher – und so verkauften sich viele solcher Titel nur schleppend.  Der Autor machte dabei meistens hohe Verluste, während manche Zuschussverlage reicher und reicher wurden.

Man konnte sein Buch auch selbst in einer Druckerei drucken und binden lassen. Das war allerdings ebenfalls nicht preisgünstig.

Hier fand LIBRI eine Marktlücke. Wie wäre es, wenn Autoren ihre Bücher selbst veröffentlichen könnten? Und zwar ohne hohe Kosten! Möglich machte dies das „Book-On-Demand“-Verfahren, auf das ich im folgenden Abschnitt eingehen will.

B) Das Produktionsverfahren „Book on Demand“

 „Book on Demand“ heißt auf Deutsch „Buch auf Bestellung“, und wird bei Fachleuten auch als „Print on Demand“ (Druck auf Bestellung) bezeichnet.

„Book on Demand“ bedeutet, dass ein Verlag oder ein Hersteller ein Buch erst dann druckt, wenn es von einem Kunden verlangt wird.  Die Digitaldrucktechnik macht das möglich. Das bedeutet für einen Verlag wenig Kosten, denn er druckt keine hohen Stückzahlen eines Buches und braucht deswegen auch keinen Lagerplatz, um mehrere Exemplare eines Buches unterzubringen.

Dieses Verfahren bedeutet auch, dass man einem Autoren, der sein Buch selbst herausbringen will, einen günstigen Preis dafür machen kann.

„Book on Demand“ wird nicht nur von der Firma BoD praktiziert, sondern von anderen Verlagen. Viele bekannte Verlage nutzen „Book on Demand“ nämlich dafür, für sie bedeutende Titel, die nicht mehr zu den Bestsellern zählen, nicht aus dem Verlagsprogramm nehmen zu müssen, sondern auf Wunsch nachdrucken zu können.

C) Kurze Informationen über die Firma BoD

Adresse:

Books on Demand GmbH
In de Tarpen 42
22848 Norderstedt

Kontaktaufnahme ist möglich unter

Telefonzentrale:  00 49 40 – 53 43 35-0
E-Mail-Adresse: info@BoD.de
Homepage: http://www.BoD.de

D) Wer veröffentlicht ein Buch bei BoD?

Leute, die ein Buch bei BoD veröffentlichen, sind oftmals Autoren, die keinen Verlag finden konnten. Dabei sind das keine schlechten Schreiber! Es gehen Gerüchte, dass nur schlechte Schreiber ihr Buch bei BoD veröffentlichen – das stimmt nicht. Wie bei jedem Verlag gibt es hier gute und schlechte Schreiber. Manche von ihnen schaffen es sogar mit Hilfe eines BoD-Buches für ihre künftigen Bücher einen großen und bekannten Verlag zu finden.

Es ist möglich, ein Buch mit einer ISBN-Nummer zu veröffentlichen, damit es auch im Buchhandel gekauft werden kann.

Auch ist es möglich, ein Buch so zu veröffentlichen, dass es auch als E-Book lieferbar ist. Ich finde das gut, denn viele Leute kaufen lieber ein E-Book, da das preiswerter ist als ein gebundenes Buch.

Man kann sein Buch aber auch ohne ISBN-Nummer veröffentlichen. Diese Möglichkeit nutzen zum Beispiel Leute, die ihre Doktorarbeit gedruckt haben wollen und nur eine bestimmte Stückzahl solcher Exemplare benötigen.  Wie das genau abläuft, kann ich nicht sagen, da ich meine Bücher bisher immer mit einer ISBN-Nummer veröffentlicht habe.

E) Die Homepage von BoD.de

Sie hat sich im Laufe der Jahre sehr oft geändert. Noch vor einigen Jahren gab es für Interessenten, die ein Buch veröffentlichen wollten, ein Buch von BoD, in dem alles drinstand, was man wissen musste.

Seit einigen Jahren verzichtet man auf solch ein Buch und schreibt alles, was wichtig ist, in die Homepage.

Die Startseite bietet drei „Schritte zum Erfolg“. BoD macht auf seine Leistungen aufmerksam – auch darauf, dass man sein Buch nicht nur in Deutschland veröffentlichen kann. Nein, BoD bietet die Möglichkeit des grenzenlosen Veröffentlichens. Habe ich zum Beispiel ein Buch in englischer Sprache verfasst, kann man es auch in Australien kaufen.

Der dritte Aspekt, den BoD erwähnt, ist der „lukrative Verdienst“. Lukrativer Verdienst? Da muss ich widersprechen. Man kann Geld verdienen mit BoD, aber lukrativ ist das nur selten.

Wer ein Buch über BoD.de veröffentlichen will, sollte sich erst einmal registrieren. Man erhält dann eine Kunden-Nummer, auf die die Buchprojekte laufen und auch die Rechnungen ausgestellt werden.  Wer sich registriert, kann sich auch immer wieder einloggen. Das ist praktisch – so kann jeder Autor und Verlag online sehen, wie viele seiner Bücher sich verkauft haben und was man gerade verdient hat.

Ich finde, dass die Homepage von BoD.de nachvollziehbar aufgebaut ist. Ich finde mich gut dort zurecht. Ich kann mir die einzelnen Produkte ansehen, die BoD unterdessen bietet, und auch ausrechnen lassen, wie der Ladenpreis meines Buches aussehen sollte, damit ich genug Gewinnmarge habe, um irgendwann mal einen Gewinn erzielen zu können.

Vielen Dank fürs Lesen!

– Fortsetzung folgt –

Links zu weiteren lesenswerten Berichten von mir:

Erfahrungsbericht über den regionalen Postdienstleister REGIO-MAIL:

Erfahrungsbericht zu einem Lippenpflegestift von AVEO (Eigenmarke von Drogeriemarkt „Müller“):

Rezension zu dem Buch „Die Unsterblichen“ von Chloe Benjamin:

Rezension zu dem Buch „Blätterrauschen weit weg“ von Elaine-Laurae Weolke:

Rezension zu dem Buch „Nächster Halt: Sydney Harbour Bridge“ von Elaine-Laurae Weolke:

Rezension zu dem Buch „Für immer ist die längste Zeit“ von Abby Fabiaschi:

Rezension zu dem Buch „Manchmal musst du einfach leben“ von Gayle Forman:

Erfahrungsbericht zu dem Alverde-Duschgel „Grapefruit-Bambus“:

Erfahrungsbericht zu dem Lacura-Duschgel „Wunderblume“:

Erfahrungsbericht zu dem Duschgel „Frangipani“ von Rossmann:

Erfahrungsbericht über die Fluggesellschaft „Air Malta“:

Erfahrungsbericht zu Zeltkirchen:

Erfahrungsbericht über die Weinstube „Sonne“ in Lauffen:

Erfahrungsbericht über die Veranstaltung „Noch mehr neue Bücher“ am 16.11.2018 in der Bücherei in Lauffen:

Erfahrungsbericht über das Restaurant „Ratskeller“ in Heilbronn:

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